Deutsche Dichter von Weltruhm

Die Literatur nimmt im Kulturbereich einen dominierenden Platz ein. Deutsche Dichter begeisterten mit ihren Werken die ganze Welt. Jede Zeitepoche hatte eine Anzahl herausragender Poeten. Wenn von deutschen Dichtern gesprochen wird, dann fallen zuerst die Namen von Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Das ist durchaus berechtigt, doch sollten die anderen großen deutschen Dichter ebenfalls die verdiente Aufmerksamkeit erhalten. Da es sehr viele herausragend deutsche Dichter gab, ist eine Einteilung nach den entsprechenden Zeitepochen zum besseren Verständnis erforderlich.

Mittelalter

Vom Mittelalter sind die ersten literarischen Arbeiten mit religiösem Inhalt bekannt, und auch die ersten Legenden wurden im elften Jahrhundert geschrieben. Es folgten Werke mit Geschichtscharakter. Durch Ulrich von Hutten und Sebastian Brant wurden im fünfzehnten Jahrhundert rebellische Gedichte, sowie das “Narrenschiff“ bekannt. Mit der Bibelübersetzung in deutsche Sprache durch den Reformator Martin Luther wurde ein entscheidender Durchbruch erzielt. In dieser Zeit wurde auch Hans Sachs durch das Dichten von Schwänken bekannt. In der darauffolgenden Barockzeit von 1600 bis circa 1730 entstanden die Schäferromane, der Schelmenroman und der Staatsroman. Hier trat Christoffel von Grimmelshausen mit seinem Werk „Simplicissimus“ in das Licht der Öffentlichkeit. Die Philosophen und Dichter Gottfried Wilhelm Leibnitz und Christian Fürchtegott Gellert wurden von 1700 bis 1766 durch ihre Dichtkünste bekannt. Gotthold Ephraim Lessing wurde durch „Nathan der Weise“ weltberühmt.

Goethe und Schiller

In der darauffolgenden Zeit machten die wohl bedeutendsten deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller mit ihren Werken auf sich aufmerksam. Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ und Schillers Drama „Die Räuber“ erlangten Weltruhm. Später folgten bei Goethe unter anderen sein berühmter “Faust“, sowie „Götz von Berlichingen“. Schillers Werke „Kabale und Liebe“ und „Wilhelm Tell“ wurden ebenfalls Welterfolge. Friedrich Hölderlin machte sich mit seinen Werken „Ödipus“ und „Hyperion“ für das Literaturgebiet Lyrik verdient, und Heinrich Kleist schrieb seine gesellschaftskritischen Werke „Michael Kohlhaas“ und der „Der zerbrochene Krug“. Auch August Heinrich von Fallersleben, der das Lied der Deutschen schrieb, woraus die deutsche Nationalhymne wurde, war mit seinen Werken ein patriotischer deutscher Dichter.

Die Romantik

In der Zeit der Romantik bis Mitte des 19. Jahrhunderts schrieben die Dichter Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Clemens Brentano, Achim von Armin ihre Werke, und besonders die Sammlung von deutschen Volksliedern im „Des Knaben Wunderhorn“ verdienen Erwähnung. In diesen Zeitraum fällt auch das Wirken der Brüder Wilhelm und Jacob Grimm. Sie sammelten Volksmärchen, und im Laufe der Zeit wurden die Gebrüder Grimm als Märchendichter anerkannt. Unvergessen in der Spätromantik bleibt Joseph von Eichendorff mit seinen Werken. In der Zeit von 1797 bis 1856 machte der deutsche Dichter Heinrich Heine von sich reden. „Deutschland, ein Wintermärchen“ wurde ein Welterfolg. Theodor Storm mit „Der Schimmelreiter“ steht für die Zeit der Novellen. Auch Theodor Fontanes „Effi Briest“ fällt in diese Zeit. Später schrieben dann weitere große deutsche Dichter wie Heinrich Mann, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Franz Kafka, Hermann Hesse ihre Werke.

Kriegs- und Nachkriegszeit

Bertold Brecht, Anna Seghers, Erich Kästner verfassten nach 1920 ihre realistischen Werke. 1933 bis 1945 war auch für die deutsche Literatur eine finstere Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der BRD besonders Dichter wie Heinrich Böll, Martin Walser und Christine Brückner bekannt. In der DDR machten besonders Hermann Kant, Christa Wolf, Stefan Heym und Wolf Biermann von sich reden. Deutschland kann stolz sein auf seine Dichter, welche die Feder über das Volk und für das Volk führten.

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